Das Ziel der Schützlinge des neuen Bundestrainers Philip Heiler war die Verteidigung des Europameistertitels. Dazu reichte es in Ternitz aber nicht. Nach einer ebenso klaren wie verdienten 3:8-Niederlage im Finale gegen die Schweiz (1:4/1:1/1:3) musste man sich mit der Silbermedaille zufriedengeben. Gab es in der Vorrunde noch ein Spiel gegen die Schweizer, das Deutschland dominierte und einen ausgeglichenen Vergleich, den man knapp verlor, war man im Endspiel vielleicht nicht chancenlos, aber dennoch deutlich unterlegen.
„Sicher war das Finale nicht das beste Spiel unserer Mannschaft am Wochenende. Aber der EM-Titel 2023 in Amstetten darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir in der Altersklasse U19 schon lange nicht mehr so dominant sind, wie wir es mal waren. Die Gründe dafür sind in der Art und Weise zu suchen, wie wir in Deutschland Skaterhockey spielen. Und genau diese Spielweise stößt international an ihre Grenzen“, so Christian Keller, der sportliche Leiter der ISHD-Nationalmannschaften. „Es liegt auf der Hand, wo wir ansetzen müssen, auf und neben dem Spielfeld. Wir tun im Sichtungsprozess Dinge, von denen wir seit Jahren wissen, dass sie nicht mehr funktionieren. Das muss aufhören, wir müssen die uns zur Verfügung stehende Zeit effektiver nutzen. Wir können nicht mehr auf alles und Jeden Rücksicht nehmen. Wir kennen den Weg, müssen ihn aber auch konsequent gehen. Und das werden wir weiterhin mit Philip Heiler als Bundestrainer tun“, so Keller weiter.
Spielerisch konnte die neu zusammengestellte deutsche Mannschaft durchaus gefallen und zeigte sich sehr kombinationssicher, was bei 15 neuen Spielern keine Selbstverständlichkeit ist. Allerdings offenbarten sich schon vor dem Finale immer mal wieder Schwächen im Abschluss und ein verbesserungswürdiges Defensivspiel. So gelang es beispielsweise einer technisch und läuferisch eher limitierten österreichischen Mannschaft in der Vorrunde eine Spielhälfte der 2x15-Minuten-Partie mit 1:0 für sich zu entscheiden.
Unter dem Strich überwog bei den Eindrücken aus Ternitz trotz des verpassten Titels aber das Positive. Gute Grundlagen sind im Team auf allen Positionen vorhanden und die Tatsache, dass das EM-Team und erweiterte Kader der Mannschaft mehrheitlich auch im nächsten Jahr zusammenbleiben, macht Mut für die Zukunft.
Persönliche Ehren gab es für Tim Wingen, Felix Busch und Paul Nowak, die allesamt ins Allstar-Team des Turnieres gewählt wurden. Zudem gewann man den Fairplay-Pokal, was mit gemischten Gefühlen aufgenommen wurden. Dem Trainerstab wäre wahrscheinlich ein in der einen oder anderes Situation kompromissloseres Zweikampfverhalten lieber gewesen als diese Auszeichnung.
Mehr als eine Randnotiz hingegen ist das viele Lob, das es für das Auftreten der deutschen Mannschaft auf und neben dem Platz gab. „Die Jungs haben unseren Verband und unser Land in bester Art und Weise repräsentiert, darauf können sie stolz sein. Der neu formierte Stab hat dieses Wochenende und die Vorbereitung darauf perfekt organisiert. Wenn wir vorher nicht gesagt hätten, dass diese Leute das zum ersten Mal machen, hätte es niemand gemerkt“, so Christian Keller.
Als rundum gelungen darf das neu gewählte Turnierformat, die Kombinationsveranstaltung der U19-EM mit dem Damen-Europapokal, gewertet werden. Abwechslungsreiche Spiele und eine zu nahezu jedem Zeitpunkt gut besuchte Halle sind durchaus ein Hoffnungsschimmer für diese beiden, in den vergangenen Jahren doch etwas krisengebeutelten internationalen Wettbewerbe und legen Gedankenspiele nahe, dieses Format auch in Zukunft beizubehalten. Einen großen Anteil am Gelingen dieses Events hatten auch die Veranstalter. Wir bedanken uns recht herzlich beim österreichischen Verband und den Eiswölfen Ternitz für die tolle Organisation und die große Gastfreundschaft.
„Sicher war das Finale nicht das beste Spiel unserer Mannschaft am Wochenende. Aber der EM-Titel 2023 in Amstetten darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir in der Altersklasse U19 schon lange nicht mehr so dominant sind, wie wir es mal waren. Die Gründe dafür sind in der Art und Weise zu suchen, wie wir in Deutschland Skaterhockey spielen. Und genau diese Spielweise stößt international an ihre Grenzen“, so Christian Keller, der sportliche Leiter der ISHD-Nationalmannschaften. „Es liegt auf der Hand, wo wir ansetzen müssen, auf und neben dem Spielfeld. Wir tun im Sichtungsprozess Dinge, von denen wir seit Jahren wissen, dass sie nicht mehr funktionieren. Das muss aufhören, wir müssen die uns zur Verfügung stehende Zeit effektiver nutzen. Wir können nicht mehr auf alles und Jeden Rücksicht nehmen. Wir kennen den Weg, müssen ihn aber auch konsequent gehen. Und das werden wir weiterhin mit Philip Heiler als Bundestrainer tun“, so Keller weiter.
Spielerisch konnte die neu zusammengestellte deutsche Mannschaft durchaus gefallen und zeigte sich sehr kombinationssicher, was bei 15 neuen Spielern keine Selbstverständlichkeit ist. Allerdings offenbarten sich schon vor dem Finale immer mal wieder Schwächen im Abschluss und ein verbesserungswürdiges Defensivspiel. So gelang es beispielsweise einer technisch und läuferisch eher limitierten österreichischen Mannschaft in der Vorrunde eine Spielhälfte der 2x15-Minuten-Partie mit 1:0 für sich zu entscheiden.
Unter dem Strich überwog bei den Eindrücken aus Ternitz trotz des verpassten Titels aber das Positive. Gute Grundlagen sind im Team auf allen Positionen vorhanden und die Tatsache, dass das EM-Team und erweiterte Kader der Mannschaft mehrheitlich auch im nächsten Jahr zusammenbleiben, macht Mut für die Zukunft.
Persönliche Ehren gab es für Tim Wingen, Felix Busch und Paul Nowak, die allesamt ins Allstar-Team des Turnieres gewählt wurden. Zudem gewann man den Fairplay-Pokal, was mit gemischten Gefühlen aufgenommen wurden. Dem Trainerstab wäre wahrscheinlich ein in der einen oder anderes Situation kompromissloseres Zweikampfverhalten lieber gewesen als diese Auszeichnung.
Mehr als eine Randnotiz hingegen ist das viele Lob, das es für das Auftreten der deutschen Mannschaft auf und neben dem Platz gab. „Die Jungs haben unseren Verband und unser Land in bester Art und Weise repräsentiert, darauf können sie stolz sein. Der neu formierte Stab hat dieses Wochenende und die Vorbereitung darauf perfekt organisiert. Wenn wir vorher nicht gesagt hätten, dass diese Leute das zum ersten Mal machen, hätte es niemand gemerkt“, so Christian Keller.
Als rundum gelungen darf das neu gewählte Turnierformat, die Kombinationsveranstaltung der U19-EM mit dem Damen-Europapokal, gewertet werden. Abwechslungsreiche Spiele und eine zu nahezu jedem Zeitpunkt gut besuchte Halle sind durchaus ein Hoffnungsschimmer für diese beiden, in den vergangenen Jahren doch etwas krisengebeutelten internationalen Wettbewerbe und legen Gedankenspiele nahe, dieses Format auch in Zukunft beizubehalten. Einen großen Anteil am Gelingen dieses Events hatten auch die Veranstalter. Wir bedanken uns recht herzlich beim österreichischen Verband und den Eiswölfen Ternitz für die tolle Organisation und die große Gastfreundschaft.