Auch in diesem Jahr fand die U19 Europameisterschaft in Ternitz (Österreich) als Kombinationsveranstaltung mit dem Damen-Europapokal statt.

Nach der letztjährigen Finalniederlage wollten die neuen Bundestrainer Patrick Faupel und Daniel Schneider das Team wieder auf die Erfolgsspur setzen. Rollt man das Feld von hinten auf, muss man anerkennen, dass das deutsche Team im Finale gegen die Schweiz deutlich unterlegen war und sich nach einem 1:8 (0:3/1:3/0:2) letztlich mit der Silbermedaille zufriedengeben musste.

Vieles glich aus deutscher Sicht einem Déjà-vu: Wie bereits im Vorjahr gab es in der Vorrunde ein Spiel gegen die Schweizer, das Deutschland ordentlich spielte und für sich entscheiden konnte und einen engeren Vergleich, den man knapp verlor (6:1 und 2:4). Auch die Spiele gegen Großbritannien (5:1 und 11:1) und Österreich (10:1 und 12:1) gingen wieder klar und unaufgeregt an Deutschland. Während sich die deutsche Mannschaft mit zunehmendem Turnierverlauf schwerer und schwerer tat, auch gegen deutlich unterlegenen Gegner Intensität, Konzentration und Tempo hochzuhalten und es letztlich dann auch im Finale nicht schaffte, den berühmten Schalter umzulegen, wurde die Schweiz von Spiel zu Spiel stärker und aufgrund dessen völlig verdient Europameister.

Spielerisch konnte das Team auch in diesem Jahr immer wieder gute Akzente setzen, was bei 15 neuen Kaderspielern nicht selbstverständlich ist. Auch wenn man der Mannschaft Willen und Einsatz keineswegs absprechen kann und bis zum letzten Wechsel vorbildlich gekämpft wurde, ist die körperliche Überlegenheit der Schweizer Mannschaft nicht wegzudiskutieren.

Persönliche Ehren gab es für Paul Nowak und Elias Schott, sowie Goalie Kai Osburg, die allesamt ins Allstar-Team des Turnieres gewählt wurden.

Die ISHD gratuliert der Schweiz zum Europameistertitel und bedankt sich herzlich beim österreichischen Verband und den Eiswölfen Ternitz für die tolle Organisation des Turniers und die entgegengebrachte Gastfreundschaft.